Vorgänger von BMW waren die Rapp Motorenwerke. Sie änderten ihren Namen im April 1917 zunächst in BMW GmbH und ein Jahr später in BMW AG; erster Geschäftsführer bis 1942 war Franz Josef Popp (1886 - 1954). In der jungen Firma machte sich der aufstrebende Ingenieur Max Fritz schnell einen Namen: Er erfand 1917 einen Flugzeugmotor mit Höhenvergaser. Dadurch brachte der Motor auch in der dünneren Höhenluft Leistung. Diese Konstruktion bewährte sich so gut, dass BMW von der Preußischen Heeresverwaltung einen Auftrag über 2000 Motoren erhielt.

BMW R32 Bj. 1926

Diese waren aus dem am 7. März 1916 registrierten Gustav-Otto-Flugzeugwerk von Gustav Otto, einem Sohn des Ottomotor-Erfinders hervorgegangen. Dieser 7. März 1916 gilt in der offiziellen Firmengeschichtsschreibung als Gründungsdatum von BMW. Mit dem Wechsel von Castiglioni werden aus den Bayerischen Flugzeugwerken (BFW) BMW. Die Firma aber, die bis dahin BMW hieß, wurde zur Süd-Bremse und später dann zur Knorr-Bremse.

Ein Jahr nach dem Namenswechsel, 1923, entwickelten Max Fritz und Martin Stolle das erste BMW-Motorrad, die R32, und legten damit den Grundstein für eine neue Produktionslinie: Motorräder. Friz brauchte für den Entwurf der R 32 nur fünf Wochen. Bis heute hat sich das Grundprinzip dieses Motorrades erhalten: Boxermotor und Kardanantrieb im Doppelrohrrahmen. Ab 1924 wurden auch wieder Flugmotoren hergestellt. Eine Referenz zum Flugzeugmotorenbau findet sich auch im weiß-blauen Firmenlogo wieder. Es zeigt in stilisierter Form einen drehenden weißen Flugzeugpropeller vor blauem Himmel.

Bild Konstrukteur Max Fritz

Start als Automobilhersteller in Eisenach

Im Jahre 1928 übernahm BMW die Fahrzeugfabrik Eisenach A.G., den Hersteller des Kleinwagen Dixi, und avancierte so zum Automobil-Hersteller. Am 22. März 1929 produzierte BMW sein erstes Serien-Automobil seiner Geschichte im Thüringischen Eisenach. Das Auto hieß 3/15 PS bzw. AM1 (für "Automobilkonstruktion München Nr. 1") und war ein Lizenzbau des britischen Austin Seven. Montiert wurde der Wagen in Berlin, wo er am 9. Juli des Jahres 1929 auch seinen Verkaufsstart erlebte .Die erste Neukonstruktion unter der BMW-Ägide war der 1933 vorgestellte 303 mit 1,2 Liter 6-Zylindermotor, eine Konstruktion von Fritz Fiedler (1899-1972). Infolge des ab 1933 wieder stark erweiterten Flugmotorenbaus wurde die Auto- und Motorradsparte fast zum Nebenzweck.Auch in Eisenach entstand ein neues BMW Flugmotorenwerk mit immensen Ausmaßen. Trotzdem gelangen mit den Neuentwicklungen 326 (1935), 327 (1937) und dem 1936 vorgestellten Sport-Roadster 328 hoch attraktive Modelle. Besonders der 328 überzeugte nicht nur durch seine hervorragende Konstruktion, sondern auch durch zahlreiche Erfolge bei Sportwagen-Rennen, unter anderem der Mille Miglia 1940. Dieses Modell begründete den Ruf von BMW als Hersteller sportlicher Automobile, der auch nach dem Krieg in Erinnerung blieb. Den Briten gefiel der Wagen so gut, dass sie ihn in Lizenz als Frazer-Nash nachbauten, wobei diese Firma bereits seit 1934 importierte BMW-Motoren verwendet hatte. Derzeit gibt es in Deutschland rund 35 BMW-Werke.

Der legendere BMW 303 1,2 Ltr. 6-Zylindermotor

Während des 2. Weltkrieges Nach Ausbruch des 2. Weltkriegs konzentrierte sich BMW ganz auf den Flugmotorenbau, wobei der bis zu 1.467 kW (2.000 PS) starke Doppel-Sternmotor BMW 801 zu den wichtigsten deutscher Flugzeuge gehörte. Er wurde unter anderem in die Focke-Wulf Fw 190 eingebaut.

BMW Doppelstern-Motor 801 überwiegend eingesetzt im Jäger Focke-Wulf 190F
Der Motor verfügte über eine Höchstleistung von 2000 PS

Der Legendäre Deutsche Jäger Focke-Wulf 190f

BMW R 75 Wehrmacht

Außerdem wurden die "Wehrmachtsgespanne" (Motorräder mit Beiwagen) und zwischen 1937 und 1942 das Automodell 325 gebaut. Letzteres musste als so genannter "Leichter Einheits-Pkw" in weitgehend identischer Konstruktion auch von Stoewer und Hanomag nach Vorgaben der Wehrmacht hergestellt werden. Hier Das Legendäre Wehrmacht-Gespann die wohlbekannte BMW R75

Gedenkt unserer
Tapferen Soldaten.

Die Wehrmachtsgespanne, hatten schon unter Generalfeldmarschall Erwin Rommel eine sehr grosse Bedeutung.

Bei der ganzen Wehrmacht, waren die zuverlässigen Gespanne sehr beliebt und waren überall im Einsatz.

Das Motorradgespann BMW R 75 wurde speziell als Geländefahrzeug für die Deutsche Wehrmacht entwickelt. Ihre Besonderheiten waren das angetriebene Seitenwagenrad, das sperrbare Differential und der Rückwärtsgang. BMW R75 Wehrmachtsgespann 1940-45 Technische Daten: Produktion: ca.16.500 Stück Hubraum 745 ccm Zylinder 2 (Boxer) PS: 26 Hub: 78 mm Höchstgeschwindigkeit: 95Km/h Mindestgeschwindigkeit: 3 Km/h Verbrauch auf Straße: 6,5 Liter/100 km Steigvermögen am Berg: 40 % Wasserdurchfahrt bis 350 mm Gänge: 4 Straße- 1 Rückwärtsgang, Vorgelege für Gelände & Kriechbetrieb Permanenter Antrieb des Seitenwagenrades (Lastverteilung Hinterrad:Seitenwagenrad = 70:30) + zusätzlicher Differentialsperre Bremse : Vorn Seilzug hinten ATE-Öldruck Gewicht: Leer 420 Kg Gesamt bis 840 Kg

Die Fünfziger Jahre.

BMW R25


Motor Interne Bezeichnung 224/2 Typ Viertakt, Einzylinder stehend Bohrung x Hub 68 x 68 mm Hubraum 247 ccm Leistung 12 PS bei 5600 U/min Verdichtung 6,5 : 1 Ventile ohv Gemischaufbereitung 1 Bing Typ 1/22/28 Motorschmierung Druckumlaufschmierung Ölpumpe Zahnradpumpe Kraftübertragung Kupplung Einscheiben, trocken Anzahl der Gänge 4 Schaltung Fußschaltung (+ Hilfsschalthebel am Getriebeblock) Getriebeübersetzungen 6,1 / 3,0 / 2,04 / 1,54 Übersetzung Hinterradantrieb 4,5 : 1 (mit Seitenwagen 5,14 : 1) Kegel-/Tellerrad 6 / 27 Zähne (mit Seitenwagen 7 / 36) Elektrische Anlage Zündung Batteriezündung Lichtmaschine Typ Noris 6 V / 45-60 W Zündkerze Bosch W 240 T 1 oder Bosch W 240 T 1 A Fahrwerk Bezeichnung 225/1 Rahmen Geschlossener Doppelstahlrohr-Rahmen verschweißt Vorderradfederung Teleskopgabel Hinterradfederung Geradwegfederung Felgen Tiefbett 3 x 19 Bereifung vorn 3,25 x 19 Bereifung hinten 3,25 x 19 Bremsen vorn Trommelbremse Ø 160 mm Bremsen hinten Trommelbremse Ø 160 mm Maße und Gewichte Länge x Breite x Höhe 2073 x 750 x 710 mm Tankinhalt 12 l Leergewicht (vollgetankt) 140 kg Zulässiges Gesamtgewicht 290 kg (mit Seitenwagen 365 kg) Bodenfreiheit 108 mm Kraftstoffverbrauch ca. 3,5 l/100 km Ölverbrauch ca. 1 l/1000 km Höchstgeschwindigkeit 95 km/h (mit Seitenwagen 80 km/h)

Der Motor der R25, ein kerniger Singel, jedoch für Seitenwagen Betrieb ein wenig zu schwach.

Motor R 50-2

BMW Typen

Daten R 50 R 69 R75 R80 R90 R100 R100 CS R1200S
Bohrung 68mm 68 82 84,6 90 94 94 101
Hub 70,6mm 73 70,6 70,6 70,6 70,6 70,6 73
Hubr. 490ccm 594 745 797,5 898 980 980 1170
PS/KW 26/35 29/42 36,8/50 37/50 44/60 44/60 47/70 90/122
Tank 18 Ltr 18 21 24 24 24 24 23
V/max 145 km 160 175 170 188 198 205 245
Gew.l 195kg 202 210 230 210 215 221 213
Gew.b 360kg 360 398 440 398 410 415 410

BMW R50

R50-2

R50 Schorsch Mayer

BMW Heute die 1200 S

Danke für Euren Besuch.