Zündapp alte Schätze.

Das Motorrad für Jedermann.

Fritz Neumeyer, der Großvater des letzten Firmenchefs, begann zuerst mit der Fabrikation von Dampfmaschinen und Spielwaren. Zusammen mit den Firmen Krupp und Thiel gründete Neumeyer 1917 in Nürnberg die "Zünder- und Apparatebaugesellschaft" (= Zündapp), die 1918 in seinen Alleinbesitz überging.

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Nach der Berliner Automobil- und Motorradausstellung 1920 beschloss Neumeyer, selbst Motorräder zu bauen. Durch Fließbandtechnik konnte er 1921 mit der Z 22 seine erste Maschine preiswert auf den Markt bringen. 1500 Stück dieses Motorrades baute er bis 1922. Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens wurde auch durch Neumeyers Tod 1935 nicht aufgehalten, Ende der 30er Jahre war Zündapp eine der fünf bedeutendsten Motorradfabriken in Europa.

Die ersten fünf Maschinen waren Nachbauten der englischen Levis. Ab 1922 begann man bei Zündapp, eigene Ideen zur Serienproduktion zu bringen. Neumeyers Pläne kreisten um einfache Volksmotorräder. Ein "Motorrad für Jedermann" wollte er bauen, und mit einem kleinen Zweirad mit 2,25 PS-Motor ohne Getriebe in einem billigen Einrohrrahmen gelang ihm das auch. Später folgte ein Zweigang Getriebe und dank weiterer Verbesserungen entwickelten sich aus diesen Anfängen immer leistungsfähigere Alltagsfahrzeuge, die in großen Stückzahlen verkauft werden konnten. Schließlich konnte sich die Fabrik auch dem Bau größerer Modelle widmen. Ab 1933 gab es 2 Zylinder Boxer Modelle mit 400 ccm sowie einen großen 4-Zylinder mit 791 ccm. Mit diesen Modellen wurden auch der Stahlprofilrahmen und der Kardanwellenantrieb eingeführt. Im Verkauf dominierten allerdings weiterhin die kleineren Brot-und-Butter-Modelle mit Hinterradkette. Für die Wehrmacht wurde eine 750 ccm Seitenwagen-Maschine mit Seitenwagenantrieb und Rückwärtsgang produziert. Wie bei den meisten anderen Motorradfabrikanten, die den Krieg halbwegs überlebt hatten, ging es auch bei Zündapp nach 1945 schnell wieder bergauf. Erneut waren es die Alltagsmodelle, die den Markterfolg brachten. Der 600er-Typ KS 601 mit dem verbesserten Vorkriegs-ohv-Boxermotor machte als Gespannmaschine ("Grüner Elefant") im Rennsport und als Reise-Motorrad Furore. Zündapp war über viele Jahre im Sport engagiert und gewann auch mit den kleinen 50- un 80-ccm-Maschinen viele Titel. 1958 schloß das Werk Nürnberg, 1984 die Fabrik in München. Die Produktionsanlagen wurden nach China verkauft.

Schon 1921 kam das erste Modell auf den Markt, es war die Z 22 und trug den Namen Motorrad für jedermann Durch eine Fließbandfertigung konnte das Motorrad zu einem günstigen Preis angeboten werden und verkaufte sich gut

. Neumeyer entwickelte immer weiter und schon bald kamen Modelle mit zwei und drei Gang Getriebe auf den Markt. Es folgten die Modelle Z 249 und K 211. Er hatte sich einen festen Platz in der Klasse von 200 bis 350 ccm geschaffen. Zum 1. April 1928 wurde die steuer- und führerscheinfreie
Zündapp Z 22 Baujahr 1921 bis 1924 mit 211 ccm
200 ccm Klasse im Dritten Reich eingeführt. Der Aufschwung dieser Klasse blieb in den darauf folgenden Jahren nicht aus und sicherte in der Zeit der Weltwirtschaftskrise auch das Überleben von Zündapp. 1940 musste die Produktion von zivilen Motorrädern eingestellt werden, es wurde für Militärische zwecke die KS 750 hergestellt die sogar einen angetriebenen Seitenwagen und einen Rückwärtsgang hatte.

Die Geschichte der DBK 250

Aus den 1935 von Zündapp entwickelten Derby Modellen entstanden im Jahre 1936 die Typen DB200 bzw. DBL und DBK200, die zu den begehrtesten Modellen zählten die Zündapp je auf den Markt brachte.

Der Name DBK steht für die Begriffe: Derby mit Kastenrahmen. Der Name Derby blieb noch bis in die 50er Jahre bei den späteren DB Modellen (DE= Derby Einfach, DL= Derby Luxus) erhalten. Die Nachfrage Mitte der 30er Jahre konnte nicht annähernd befriedigt werden. Diese Variante ist von besonderer Bedeutung der Zündapp Geschichte, da sie die Urahnen aller später in den Zündapp-Werken hergestellten Zweitakt-Motorräder in den Hubraum-Größen zwischen 50 und 250 cm³ waren.
Gefertigt wurden die Fahrzeuge in den Nürnberger Zündappwerken.

Baujahre: 1938 - 1940
Gewicht: 124 kg
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Motor: Zweitakt
Zylinderzahl: 1
Hubraum: 247 cm3
Bohrung x Hub: 67 mm x 70 mm
Leistung / Drehzahl: 8,5 PS / 3850 Getriebegänge: 3
Radaufhängung vorn: Trapezgabel
Radaufhängung hinten: starr
Bereifung: 19 x 3

Zündapp Kastenrahmen